Okay, mal ehrlich: Wenn man „Stifte aus Asien“ hört, denken viele zuerst an diese riesigen Buntstift-Sets, die man auf Amazon oder in Online-Shops findet. Billig, bunt – aber taugt das Zeug überhaupt? Spoiler: ja – aber es kommt drauf an, welche Marke und Serie man nimmt.
Wenn man an Stifte aus Asien denkt, kommen vielen zuerst riesige, bunte Sets in den Sinn, die man auf Amazon oder in Online-Shops findet. Aber mal ehrlich: Wer schon einmal asiatische Kunst, Mangas, Kalligraphie oder traditionelle Tuschezeichnungen gesehen hat, weiß: die Leute dort können richtig zeichnen und malen.
Das bedeutet auch: Materialien spielen eine Rolle. Ein Land, in dem die Kunst eine so lange Tradition hat und die Leute so viel Wert auf Technik, Präzision und Ausdruck legen, wird kaum einen Stift produzieren, der einfach „schrottig“ ist. Klar, es gibt Budget-Marken für Anfänger oder Schulen, aber viele Hersteller haben über Jahre und Jahrzehnte Erfahrung, wie man Stifte entwickelt, die gut in der Hand liegen, farbintensiv sind und sich zuverlässig einsetzen lassen.
Japanische Klassiker: Präzision trifft Spaß
Japanische Marken haben einfach einen guten Ruf weg. Wer schon einmal einen Tombow Irojiten Farbstift in der Hand hatte, weiß: Die sind ultrafein im Strich, die Farben satt und die Haptik stimmt. Perfekt für detaillierte Skizzen, Layering oder Bullet Journals – kurz: alles, was präzise sein soll, macht hier richtig Spaß.

Tombow Irojiten
Elegante, farbintensive Holzstifte aus Japan – ideal für detaillierte Skizzen und Layering.
Dann gibt’s noch Uni-ball Kuru Toga – ein mechanischer Bleistift, bei dem die Mine sich automatisch dreht. Ergebnis: sie bleibt immer spitz, Striche sind sauber und gleichmäßig. Ideal, wenn man viel schreibt oder skizziert, ohne ständig spitzen zu müssen.

Uni-ball Kuru Toga
Mechanischer Bleistift aus Japan, Mine dreht sich automatisch – bleibt immer spitz für präzises Arbeiten.
Brutfuner & Co.: Mega-Farbsets für Experimente
Jetzt wird’s bunt und günstig: Brutfuner (oft auch unter anderen Namen) kommt meist aus China und liefert riesige Sets mit 120 bis über 500 Farben.
Brutfuner haben wir selber schon getestet und waren von einigen der Stifte begeistert, besonders die Türkistöne, von anderen aber weniger. Einige Farben sind sehr hell und fast leuchtend. Auch der Farbabrieb ist gut. Sie sind nicht zu vergleichen mit den teuren Marken, aber man hat z.B. für Ausmalbücher seinen Spaß, wenn man nicht zu hohe Ansprüche hat und viel schichten will. Die riesen Sets mit zahlreichen Farbabstufungen sind aber auch wirklich sehr „appetitlich“ und schön zum Experimentieren.
- Gut für: Einsteiger, Farbübersichten, schnelle Skizzen, einfach mal ausprobieren.
- Nicht so gut für: intensive Farbflächen oder Profi-Pigmentierung.
Andere asiatische Marken wie Four Candies fallen in dieselbe Kategorie: mechanische Minen, viel Zubehör, hübsches Design. Wer Alltagsgebrauch + Spaßfaktor sucht, liegt hier genau richtig.
Welche Stifte für wen?
- Detailverliebt & Profi-Feeling: Tombow Irojiten, Uni-ball Kuru Toga
- Einsteiger & Farbübersicht: Brutfuner Sets, Four Candies mechanische Farbstifte
- Allrounder / kreative Notizen: asiatische Mittelklasse-Marken, mechanische oder normale Holzstifte
Unser Fazit
Asiatische Stifte sind kein Schrott, auch wenn Budget-Marken mal wacklig wirken. Die Stärken liegen in Vielseitigkeit, Farbvielfalt und cleveren Mechaniken, die wir bei europäischen Sets oft erst in höheren Preisklassen sehen.
Kurz gesagt: Traut euch ran! Ob ihr filigrane Skizzen macht, euer Skizzenbuch bunt ausstaffiert oder einfach mal locker experimentiert – in Asien gibt’s für jeden Geschmack etwas.
Es ist längst nicht mehr so, dass Asia-Ware minderwertig wäre. Ihr müsst in allen Bereichen genau hinschauen und selbst testen.
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