Atelier-Duell (17): Pan Pastelle, Farbenstaub oder Farbenwunder?

Was passiert, wenn man die Bindemittel weglässt und nur mit dem reinsten Farbpigment arbeitet? PanPastels haben die Welt der Trockenmedien revolutioniert. Sie lassen sich wie Schminke auftragen und bieten eine Leuchtkraft, die kaum ein anderes Medium erreicht. Doch während die einen die samtigen Verläufe lieben, fürchten die anderen den feinen Farbstaub. Begleiten wir Bea und Richard bei ihrem ersten „staubigen“ Experiment.

PanPastel im Test: Malen mit reinem Pigment – Chaos oder Farbwunder?

Richard: (reißt das Fenster weit auf und hält sich ein Taschentuch vor die Nase) „Bea! Um Himmels willen! Das gesamte Atelier ist in einen neonblauen Nebel gehüllt! Was machst du da? Puderst du dir die Nase oder versuchst du zu malen? Dein Desinfektionsplan für diesen Monat ist hinfällig – dieser feine Staub ist einfach überall!

Bea: (lacht, während sie mit einem kleinen Schwämmchen über eine leuchtend gelbe Fläche streicht) „Entspann dich, Richard! Das ist kein Staub, das ist pure Inspiration in Pulverform! Das sind PanPastels. Schau dir diese Farbübergänge an – ich brauche kein Wasser, kein Terpentin, nichts. Es ist wie Malen mit Samt. Und schau mal, wie intensiv das Blau neben dem Orange leuchtet!

Richard: (tritt vorsichtig näher, skeptisch die bunten Dosen betrachtend) „Es sieht… zugegebenermaßen… beeindruckend aus. Aber die Sauerei ist unverantwortlich. Wie willst du das jemals wieder sauber bekommen? Ein Windstoß und dein Kunstwerk verteilt sich in der gesamten Nachbarschaft. Und die Fixierung? Wenn du nicht aufpasst, hast du nach dem ersten Berühren nur noch einen grauen Matschfleck.

Bea:Ja, man muss es fixieren, klar. Aber Richard, jetzt komm mal her und schau dir das an. Ich weiß doch, wie sehr du dich ärgerst, wenn du deine Architektur-Skizzen mit Aquarell kolorieren willst und dann die Tusche verläuft oder das Papier sich wellt. Probier das mal hier aus… (sie reicht ihm einen grauen Pastell-Ton und ein weiches Schwämmchen).

Richard: (nimmt das Schwämmchen zögerlich, fast wie ein chirurgisches Instrument, und fährt damit über seine präzise Linienzeichnung eines Hauses) „Hm. Es… es ist trocken. Die Tusche bleibt absolut stabil. Und ich kann Schatten setzen, ohne dass das Papier aufweicht. Das ist… (seine Augen weiten sich leicht) …tatsächlich extrem effizient für atmosphärische Studien. Ich kann Tiefe erzeugen, ohne die Kontrolle über die technische Zeichnung zu verlieren.

Bea: (grinst triumphierend) „Sag ich doch! Es ist das perfekte Medium für dich, Mr. Präzision. Du kriegst die sanftesten Verläufe der Welt, ohne jemals einen nassen Pinsel in der Hand zu halten. Nur das mit dem Staubsaugen danach… das müssen wir noch üben.

Richard: (murmelt, während er bereits konzentriert ein sanftes Abendrot über seinen Entwurf pudert) „Ich werde mir eine spezielle Atemschutzmaske und einen Mikro-Staubsauger kaufen müssen. Aber die Leuchtkraft… sie ist mathematisch betrachtet fast schon unlogisch brillant.

Mädchen steht mit Schutzbrille in einer Staubwolke aus Farbe, Mann staunt. Comic.

Der Profi-Check: Warum PanPastel das Zeichnen verändert

PanPastel ist ein absolut faszinierendes Medium, was du als Künstler unbedingt mal ausprobieren musst. In Sekundenschnelle ist ein blauer Himmel gefärbt. Du kannst deine Bilder mit Gold und Glitzer überstäuben. Und du hast intensive Farben.

Du kannst mit den Fingern, mit Watte und Papier malen, aber es gibt natürlich spezielle Spatel und kleine Schwämmchen für die Anwendung. Das Ganze hat wirklich viel von Schminke auftragen.

1. Die unschlagbaren Vorteile

  • Kein Verbiegen des Papiers: Da die Farbe absolut trocken ist, bleibt das Papier glatt – ideal für dünne Skizzenbücher.

  • Tusche-Sicherheit: Da kein Wasser im Spiel ist, können selbst wasserlösliche Fineliner problemlos mit Farbe überlagert werden.

  • Mischbarkeit: Wie bei Ölfarben lassen sich Farben direkt auf dem Papier oder im Schwämmchen mischen, um perfekte Gradienten zu erzielen.

  • Radierbarkeit: Solange das Bild nicht fixiert ist, lässt sich PanPastel erstaunlich gut mit einem Knetradierer korrigieren.

2. Die Herausforderungen (Richards Bedenken)

  • Staubentwicklung: Man arbeitet in einer „Farbe-Wolke“. Eine Unterlage ist Pflicht.

  • Fixierung: Ohne ein hochwertiges Fixierspray verblasst die Farbe oder verwischt bei Berührung.

  • Anschaffungskosten: Die Dosen und speziellen Soft-Tools sind eine Investition, die sich eher für fortgeschrittene Künstler lohnt.

Unser Fazit: PanPastel ist das perfekte Bindeglied zwischen Zeichnung und Malerei. Es ist ideal für alle, die Angst vor „matschigen“ Aquarell-Unfällen haben, aber nicht auf lebendige Farben verzichten wollen. Richard hat seinen neuen Favoriten für Renderings gefunden – und Bea hat endlich eine Entschuldigung für das Chaos auf ihrem Tisch!

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